Unsere neue Ladeelektrik sollte ja unter anderem auch 100%ig die Verbraucherbatterie von der Starterbatterie trennen. Die Idee dahinter ist, dass man
immer seine Maschine starten kann, auch wenn die eigentlichen Batterien leergelullt sind. Gleich nach der Fertigstellung der Ladetechnik haben wir die Anlage diesbezüglich dem Härtetest unterzogen: Landstrom raus, Kühlschrank angelassen – und ein paar Tage später trafen wir uns früh morgens am Schiff für eine Ausfahrt.
Nichts ging. Gar nichts. Der Anlasser klickte nichtmal mehr. Es war die große Verbraucherbatteriebank leer (wie geplant) und auch die Starterbatterie.
Das war nicht geplant. Nach einer knappen halben Stunde am Landstrom konnten wir schließlich losfahren.
Während der Fahrt dachten wir darüber nach, was wohl passiert sein könnte. Ganz offensichtlich war noch irgendwo eine Brücke zwischen beiden Stromkreisen vorhanden. Aber wo? Die gesamte Elektroinstallation auf der Tringa war, wie auf anderen Booten auch, etwas buggy: Es gab ungenutzte Kabel, NYM, Litze und Klingeldraht bunt gemischt in allen Farben, Lüsterklemmen, Steckschuhe, Quetschverbinder, Lötstellen und so weiter.
So beschlossen wir, das einmal
komplett zu überarbeiten. Im Laufe mehrere Wochen öffneten wir sämtliche Verkleidungen und analysierten
JEDES einzelne Stromkabel. Auf dem oberen Bild ist der geöffnete Steuerstand zu sehen.
Der Kabelhaufen auf dem unteren Bild besteht aus sämtlichen Strippen, die wir währenddessen als überflüssig oder ungenutzt identifiziert und deswegen extrahiert haben. Danach war die gesamte Elektrik schon deutlich übersichtlicher.
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