Die Maschine wird mit Seewasser gekühlt. Wenn man nun das Boot für die Wintersaison klarmachen möchte, gehört auch dazu, den Kühlkreislauf des Motors mit Frostschutzmittel zu versehen. Der Vorbesitzer meines Bootes hat dazu nach dem auskranen immer von außen einen Schlauch in die Öffnung im Rumpf gefummelt und dann in einen Einmer mit Frostschutzmittel gehalten, während im Boot jemand den Motor angelassen hat.
Das war mir allerdings viel zu umständlich und haben wir vor dem Frost schlicht und einfach den Kühlwasserschlauch im Boot vom Seeventil abgetrennt und konnten so von innen bequem das Frostschutzmittel ansaugen lassen.
Hier ist der Seewasseranschluss. Schlauch und Seeventil fehlen. Würde man das Boot in diesem Zustand ins Wasser setzen, würde durch die Öffnung langsam der Innenraum volllaufen. Mit etwas Glück wäre die weiße Tauchpumpe am rechten Bildrand schneller, aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Und spätestens wenn die Batterien leer sind...

Da der alte Schlauch nun zerschnitten war, musste eine komplett neue Lösung her. Wir haben uns schließlich eine Kombination aus zwei Kugelventilen und einem Y-Stück ausgedacht. Je nach Stellung der Ventile kann der Motor nun sein Kühlwasser entweder durch den Rumpf oder durch den Gardena-Anschluss ansaugen. Gardena reicht in diesem Fall vollkommen aus, da im Regelfall der Anschluss nur einmal pro Jahr benötigt wird.



Frisch lackiert und poliert sieht der alte Dampfer doch richtig hübsch aus. Fehlt eigentlich nur noch ein passender Name. Der Erstbesitzer hatte das Boot einst "Ex & Hopp" getauft, dann später das "Ex" weggelassen. Aber "& Hopp" ist irgendwie kein Bootsna
Tracked: Apr 15, 19:15